Sri lanka mit baby-Teil 4

03.03.2020

Nach der Eingewöhnung in Negombo und über einer Woche im Hochland (jeweils vier Übernachtungen in Hatton und Ella) stand nun wieder Strand auf dem Programm!
Direkt nach Flugbuchung vor über einen halben Jahr hatte meine Frau ein relativ günstiges Angebot einer 5-Sterne Unterkunft in Passikudah an der Ostküste entdeckt.
Ohne uns weiter mit Details zu beschäftigen hatten wir hier direkt zugeschlagen, so dass ich erst im Verlaufe unserer weiteren Vorbereitungen mehr über den Ort und dessen Rahmenbedingungen erfuhr:
So wird aufgrund der Monsun-/Regenzeit eine Reise an die Ostküste eher für den Zeitraum Mai – Oktober empfohlen (möglicherweise ein Grund für den billigen Buchungspreis).
Somit waren wir gespannt, welches Wetter uns erwarten würde, als wir nach dem letzten Frühstück in Ella in dem von Asanka, unserem Taxiunternehmer des Vertrauens, bereitgestellten Wagen einstiegen.
Der Wagen war erneut bestens in Schuss und groß genug, dass unser gesamtes Gepäck in den Kofferraum passte. Auch der Fahrer präsentierte sich nett, freundlich und gewährleistete mit seiner aufmerksamen Fahrweise ein sicheres Gefühl während der gesamten Fahrt.
Dies ist nicht unbedingt selbstverständlich auf Sri Lankas Straßen:
Auch wenn im Grunde sicher der Großteil unserer Strecken problemlos für jeden Autofahrer zu bewältigen waren, so unterscheidet sich der Verkehr hierzulande doch um einiges von unseren deutschen Gewohnheiten:
Die für jede Richtung vorgesehene Fahrspur hat sich ein Auto mit den stets präsenten TukTuks zu teilen – wenn also außen jeweils ein TukTuk schleicht und zudem in jeder Fahrrichtung ein Auto seinen Platz beansprucht, so wird es ab und an dann doch mal enger. Dazu kommen dann doch noch die Busse, auf deren halsbrecherischen Fahrweise einzig die anderen Verkehrsteilnehmer zu achten haben, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Dank des wie bereits erwähnten erfahrenen Fahrers verging die fast fünf-stündige Fahrt wie im Flug, der Junior bekam seine Pausen, wurde auf dem Rücksitz entertained und verschlief einen Großteil einfach.
Das Bergpanorama wich so langsam dem Flachland und so kamen wir mit neuen Landschaftseindrücken in der Bucht von Passikudah an.
Hier reihen sich quasi mehrere Luxus-Hotels der besten Kategorie aneinander.


Unser Bleibe, das „Anantaya Resort & Spa Passikudah“, war das letzte in dieser Reihe und erfüllte alle Kriterien, die man von einem 5-Sterne Etablissement erwartet: Top gepflegte Anlage, moderne Zimmer, Rund-um Service, ein riesig-großer Swimming-Pool etc. pp … hatten wir auf unseren bisherigen Reisen eher Hotels der „normalen“ Kategorie bevorzugt und z.B. auch mal zu Weihnachten in Myanmar auf dem Boden eines Klosters übernachtet, so genossen wir fortan für acht Übernachtungen all diese Vorzüge und Annehmlichkeiten des gehobenen Luxus – man wird halt nicht jünger und mit Baby wollten wir bei unserer zeitlich gesehen längsten Station auch auf Nummer sicher gehen …

 

 

 

Besonders hervorzuheben ist, dass das Hotel nicht einfach ein lieblos hingepflanzter Hotelbunker ist, sondern mit seinen verschiedenen Wohneinheiten wirklich ein angenehmes Erscheinungsbild abgab.
Unser Tagesablauf sah dann in etwa so aus: Nachdem uns der Junior mit seinen (ähem …) lieblichen Klängen weckte, ging ich mit ihm auf einen kleinen Morgenspaziergang. In der Regel setzte ich ihn in den Buggy, so dass ich einfach durch die weitläufige Anlage ging, einmal packte ich ihn aber auch in die Babytrage, so dass ich auch mal bei den ein paar Hundert Meter weiter am Strand tätigen Fischern vorbei schau´n konnte, die gerade ihren Fang an Land brachten.
Nach der ausgiebige Betätigung am exzellenten und variantenreichen Frühstücksbuffet ging es dann aus unserem Zimmer vorbei am Swimming-Pool über die große Liegewiese an den Strand. Vormittags und nachmittags Babyschwimmen, danach ein gemeinsamer Familienspaziergang am Strand entlang und schließlich mit in der Regel deutscher Pünktlichkeit zum Abendbuffet um 19.30 Uhr.
Auch hier blieb kein Wunsch offen, so dass man danach rundum zufrieden und entspannt ins Zimmer zurückkehren und den Junior ins Bett bringen konnte.
Positiv bei all dem:
– Von den theoretisch möglichen Ausläufern der Regenzeit bekamen wir nichts mit, wir hatten konstant 30 Grad und die paar Wolken, die beizeiten am Himmel auftauchten, stellten eher willkommene Schattenspender dar!
– außer uns waren auf der gesamten Anlage vielleicht noch 20 andere Gäste, so dass die gesamte Zeit eine angenehm ruhige Atmosphäre herrschte und man weder bei den Mahlzeiten noch beim Sonnenbaden irgendwie durch andere Personen gestört wurde.
Diese abseits gelegene Hotelanlage war also für eine Woche mit unserem Junior genau das richtige – früher, als wir noch „nur“ zu zweit unterwegs waren, hätten wir uns sicher mehr Action in Form nahegelegner Restaurants oder zumindest einer vollen Hotelbar gewünscht.
Die Gründe für die Leere im Hotel war sicher zum einen dem Umstand geschuldet, dass die Hauptsaison hier an der Ostküste noch nicht begonnen hatte und der Großteil der Touristen zum Stranderlebnis zu dieser Jahreszeit eher in den Süden aufbricht.
Zum anderen hatte das weltweite Unglück namens „Corona-Virus“ auch hier seine ersten Auswirkungen: So stellen wohl die Chinesen, die direkt zu Beginn der Krise Einreiseverbot erhielten, zu normalen Zeiten wohl einen großen Teil des Touristen-Aufkommens am Anfang des Jahres.
Für den Tourismus allgemein und das Hotel im speziellen natürlich desaströs, so profitierten wir an dieser Stelle in Form von acht ganz entspannten Tagen in einem für unsere Bedürfnisse idealen Strand-Hotel.
Auf irgendwelche Tages-Touren hatten wir keine Lust, da wir zum einen einfach das Faulenzen am Strand genießen wollten, zum anderen ganz einfach unserem Junior die hierfür notwendigen, längeren Fahrtzeiten nicht zusätzlich zumuten wollten.

Nach acht Tagen Faulenzerei hieß es aber Abschied nehmen vom luxuriösen Leben. Zwar hatten wir noch einige Tage auf Sri Lanka vor uns, allerdings mussten wir für den Abflug nach Hause auch wieder quer über ganze Insel zurück an die Westküste.
Diese Strecke wollten wir uns natürlich nicht in einem Rutsch zumuten, so dass nun die Fahrt zu unserer vierten, letzten Station des Urlaubs anstand:
Sigiriya.